Mannheim, 5. Dezember 2025 – Cem Özdemir, Spitzenkandidat von Bündnis 90/Die Grünen für die Landtagswahl in Baden-Württemberg, hat am Mittwoch, dem 3.12. gemeinsam mit Chris Rihm, Stadtrat und Landtagskandidat für Mannheim-Nord, zwei zentrale Unternehmen der Region besucht: den Pharmakonzern Roche und den Hygiene- und Gesundheitskonzern Essity. Im Fokus standen die Zukunft der Gesundheitswirtschaft als Leitindustrie des Landes sowie innovative Ansätze für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Produktion.
Foto von Axel HeiterBei Roche diskutierte Özdemir und Rihm unter Beisein der Ersten Bürgermeisterin Prof. Dr. Diana Pretzell, der Landtagsabgeordneten Dr. Susanne Aschhoff, der Fraktionsvorsitzenden Nina Wellenreuther und dem Sprecher des Kreisverbands Mannheim, Julian Maier, über die Potenziale der Gesundheitsdatenforschung. In anonymisierten Gesundheitsdaten steckt ein riesiges Potential – von der Früherkennung von Krankheiten bis zur Entwicklung neuer Therapien. Doch wir brauchen einen Datenschutz, der Innovation ermöglicht, statt sie zu blockieren, betonte Özdemir. Die Gesundheitswirtschaft könne mit der Automobilindustrie und dem Maschinenbau gleichziehen, sofern Forschungshemmnisse abgebaut und der Transfer von der Grundlagenforschung in die Praxis gestärkt werde.
Bei Essity lag der Schwerpunkt auf Kreislaufwirtschaft und Energieeffizienz. Das Unternehmen präsentierte seine Strohzellstofffabrik, die mit dem Nebenprodukt Innolig+ – einem ligninbasierten Material – neue Wege in der ressourcenschonenden Produktion beschreitet. „Essity zeigt, wie nachhaltige Industrie funktioniert: durch innovative Verfahren, die Stroh statt Holz nutzen und gleichzeitig Abwärme für die Fernwärmeversorgung Mannheims bereitstellen“, erklärte Rihm. Im Dialog mit der Werksleitung und dem Betriebsrat wurden zudem Herausforderungen wie Fachkräftesicherungund Energieinfrastruktur thematisiert.
Chris Rihm, Stadtrat und Landtagskandidat für Mannheim-Nord, zog ein positives Fazit: „Beide Besuche haben gezeigt, wie entscheidend politische Rahmenbedingungen sind – sei es für die Gesundheitsforschung bei Roche oder für die Energiewende und Kreislaufwirtschaft bei Essity. Als Grüne werden wir uns dafür einsetzen, dass Baden-Württemberg hier Vorreiter bleibt: mit Investitionen in Zukunftstechnologien, vereinfachten Genehmigungsverfahren und einer engen Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.“

Hintergrund: Die Gesundheitswirtschaft gehört zu den wachstumsstärksten Sektoren Baden-Württembergs. Allein Roche Mannheimbeschäftigt rund 8.000 Mitarbeiter:innen und ist einer der größten Arbeitgeber der Region. Essity treibt mit seiner Strohzellstofftechnologie die Abkehr von fossilen Rohstoffen voran und leistet einen Beitrag zur regionalen Energieversorgung durch Abwärmenutzung.